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Nova Europas Kandidaten heißen: Ingrid Korosec, Matthias Tschirf und Wolfgang Gerstl - ÖVP.

(7.10.2010) Gleich drei Nova EUropa-Mitglieder kandidieren bei der Wien-Wahl am 10. Oktober an wählbarer Stelle: Die Präsidiumsmitglieder Dr. Matthias Tschirf, Klubobmann der ÖVP-Fraktion im Rathaus und Ingrid Korosec, frühere ÖVP-Generalsekretärin und Volksanwältin sowie Mag. Wolfgang Gerstl, Stellvertretender Klubobmann.

Wie in fast allen Städten Europas ist Integration von Zuwanderern ein wesentliches Thema. Wien braucht hier weder rechte Hetze noch linke Multikulti-Selbsttäuschung, sondern klare, an den Menschenrechten insb. an der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Würde der Frau orientierte Positionen - wofür gerade unsere Kandidaten stehen, und zwar nicht nur im Wahlkampf. So stellte Klubobmann Matthias Tschirf in einer Nova EUropa-Aussendung im Sommer 2009 klar, dass "die Religionsfreiheit nicht über den Menschenrechten im Allgemeinen und dem Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter im Besonderen stehen darf", weshalb er sich auch für ein Burkaverbot in Österreich aussprach. Und Ingrid Korosec unterstrich in derselben Aussendung, dass "Freiheit und Gleichheit, gerade auch die Errungenschaften der Frauenemanzipation", nicht durch einen fundamentalistischen Islam gefährdet werden dürfen - wobei sie aber mit dem beispielhaften Hinweis auf den bosnischen Islam davor warnte, "dem Islam als solchem generell die Integrierbarkeit in eine moderne Gesellschaft abzusprechen". Die Burka ist kein religiöses Symbol sondern ein Zeichen der Unterwerfung und der Erniedrigung und es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen hinter Gittern leben müssen.

Ebenfalls auf der Liste der Wiener ÖVP kandidiert Gemeinderätin Mag. Sirvan Ekici, die als praktizierende, aufgeklärte Muslima bei unserer letzten Klausur über die Integration des Islam in die europäische Gesellschaft und die Bestrebungen zur Entwicklung eines Euroislam referierte. Sirvan Ekici, die als säkulare Muslima für eine gelungene Integration steht, benötigt für ihren Wiedereinzug in den Wiener Gemeinderat Vorzugsstimmen.

Eine Absage erteilt Nova EUropa der Nervosität und Demagogie, mit der wenige Tage vor einer Landtagswahl ein bundesweites Referendum zur Allgemeinen Wehrpflicht in die Diskussion geworfen wurde.Nova EUropa begrüßt dabei höchstens die Zerschlagung eines Gordischen Knotens, indem der Wiener Bürgermeister die fein gesponnene akademische Theorie der SPÖ rund um ihr Idol der Neutralität in ein gehöriges Tohuwabohu gestürzt hat - ist doch - dem klassischen sozialdemokratischen Dogma nach - die Allgemeine Wehrpflicht untrennbar mit der österreichischen Neutralität verbunden.

Nova EUropa hingegen sieht Österreich als Teil von Kerneuropa und in einer alten und immerwährenden europäischen Verantwortung - deren äußeres Merkmal nicht zuletzt die Stadt Wien und ihr weltweit anerkanntes historisches und kulturelles Erbe ist.